Die Burnout-Gefahren sind dort geringer, wo man seine Potenziale entsprechend seinen Fähigkeiten entfalten kann, ohne sich dabei an zu hohen Ansprüchen zu messen. Anfällig für gravierende Burnout-Symptome sind beruflich erfolgreiche und engagierte Menschen wie Führungskräfte und Selbständige, Lehrer, Ärzte und Polizisten. Typisch für burnoutgefährdete Menschen: Symptome wie Schlaf- und Appetitlosigkeit werden nicht ernst genommen. Eine medizinische Behandlung oder gar ein stationären Aufenthalt in einer psychosomatischen Klinik werden erst dann angetreten, wenn es gar nicht (nach einem Zusammenbruch) mehr weitergeht. Dort wird dann versucht, denjenigen erst einmal körperlich wiederaufzubauen, ihn regelmäßig schlafen und essen zu lassen. Der nächste Schritt in der Therapie: die bisherigen Verhaltensmuster herauszuarbeiten und zu verändern. Beispielsweise: im Rahmen einer mehrwöchigen Intensivbetreuung wird jeder Tag mit Frühsport, Einzel-, Gruppen-, Physiotherapie durchgeplant. Die Patienten lernen in Meditationssitzungen in Stille zu verweilen, in der Gestaltungstherapie sich malerisch auszudrücken. Selbst für Experten ist die komplexe Wirklichkeit der Digitalwirtschaft nicht immer leicht zu durchschauen.
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