Für die Bildung von Materialkennzahlen sollten die wichtigsten im Betrieb eingehenden Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfasst werden. Als Strukturierungshilfe kann man hierfür einen Input-Output-Kontenrahmen -ähnlich o.a. Umweltbilanz- aufstellen. Dabei entspricht jedem eingehenden Stoff ein Hauptkonto, das sich wiederum in umweltrelevante Unterkonten gliedert. Um Einsatzmengen vergleichen zu können sollten die Materialverbräuche einheitlich in Kilogramm oder Tonnen erfasst werden. Falls bestimmte Daten nur in Stück- oder Volumeneinheiten vorliegen, kann man über das Auswiegen repräsentativer Artikel Umrechnungsfaktoren für die Darstellung in Kilogramm oder Tonnen bilden.
Mit Hilfe von Materialkennzahlen kann man Optimierungsbestrebungen auf eine überschaubare Anzahl umweltverträglicher Stoffe reduzieren. Materialkennzahlen dienen auch dazu, den Einsatz von Problemstoffen durch umweltverträgliche Alternativen (z.B. nachwachsende Rohstoffe, Mehrwegverpackungen, Recyclingrohstoffe)zu steuern. Für die Bestimmung problematischer Stoffe sind neben der eingesetzten Menge auch qualitative Faktoren wie Ökotoxizität, Abbaubarkeit, Gesundheits- oder Sicherheitsrelevanz zu beachten.
Umweltwissen gehört zum Wirtschaftswissen
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