Mit der Digitalisierung wurden große Versprechen (mehr Demokratie, Transparenz u.a.) in die Welt gesetzt. Es sind aber nicht Staat und Unternehmen transparenter geworden, sondern Bürger und Konsumenten frönen dem digitalen Striptease. Die Abschaffung von immer mehr Privatsphäre geht einher mit dem Erstarken unkontrollierter wirtschaftlicher und politischer Überwachungssysteme. „Und im freiheitlichen Westen stellt sich die Frage, welcher Konzern die Daten am umfassendsten aggregiert, um am Ende immer präzisere Profile über uns zu speichern und zu vermarkten. Es gibt kaum noch einen Bereich unseres Lebens und Schaffens, der nicht irgendwie digital aufgezeichnet wird. „Das Einzige, was momentan noch nicht digital analysiert werden kann, sind unsere Gedanken. Um diese Entwicklung überhaupt erst einmal verstehen zu können, ist eine höhere Digitalkompetenz vieler Menschen notwendig. Um bewusst und selbstbestimmt entscheiden zu können, was wie mit unserer Privatsphäre geschehen darf und wie wir auf diese digitale Welt Einfluss nehmen können.
Intellektuelles Kapital von Personen und Standorten