Zeitfresser Meeting: den überwiegenden Teil ihrer Arbeitszeit verbringen Manager in Meetings. Nicht etwa mit konzentriertem Arbeiten oder strategischen Überlegungen. Nein, sie sitzen in immerwährenden Gesprächsrunden mit Kollegen, Geschäftspartnern oder Mitarbeitern zusammen. Darf man das, was sich an vielen runden Tischen abspielt, wirklich zur produktiven Arbeitszeit zählen? Meetings, so ein geflügeltes Wort, sind das, wo viele reingehen, aber nichts herauskommt. Eben klassische Arbeitsverhinderungsmaßnahmen. Der Meeting-Wahn ist überall. Diskussionen, Brainstorming und wenig Lösungs- und Entscheidungsfindung. Damit die Sache nicht aus dem Ruder läuft, braucht es in jedem Fall einen Gesprächsleiter, der als Moderator taugt. Er sollte nicht nur fachlich gut sein, sondern auch rhetorisch und sozial kompetent. Denn jede Sitzung ist immer nur so gut wie ihr Leiter. Ein guter Moderator muss sich zurücknehmen können. Moderator ist kein Posten für Selbstdarsteller. Auch nicht für Kontrollfreaks, die ein Meeting leicht als Kontrollinstrument missverstehen könnten. Vorgesetzte neigen nur allzu oft dazu, Monologe zu halten. Die eigentlichen Fachleute haben dann nur wenig Chancen, zu Wort zu kommen.