Um vielfältige Krisen zu verstehen, muss man sich eine extrem breit angelegte Anschauungswiese zu eigen machen und Situationen immer aus einem ganzheitlichen Zusammenhang heraus analysieren. Um von statischen Strukturen hin zu dynamischen Strukturen des Wandels zu gelangen. Aus dieser Perspektive betrachtet, erscheinen Probleme oder Krisen als ein Aspekt der Umwandlung: es gibt einen Zusammenhang zwischen Krise und Wandel. In aufeinanderfolgenden Wachstumsphasen wiederholt sich ein Muster von Herausforderung und Antwort, das Konzept der fluktuierenden Strukturen. Ganzheitliches oder auch strategisches Denken fördert den schöpferischen Prozess von Herausforderung und Antwort, einen zyklischen Rhythmus von Wechselwirkungen und Rückkoppelungen, verhindert Stillstand ohne Lösung. In diesem Zusammenhang taucht öfters auch die Bemerkung vom „Paradigmen-Wechsel“ auf, eines Wandels des Denkens und der Wahrnehmungen, die eine besondere Sicht der Wirklichkeit bewirken. Die derzeitigen Umwälzungen könnten tiefergreifender als manche vorangegangenen ablaufen, weil das Tempo des Wandels schneller als je zuvor ist, weil die Veränderungen heue umfassender ausfallen und im Rahmen der Globalisierung den ganzen Erdball betreffen können.
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