Erzählen ist nicht aus der Zeit gefallen oder nur etwas für Beduinenstämme oder Kindergärten. Den meisten von uns geht es nicht um Zahlen, sondern um Erlebnisse und Ereignisse. Aus denen wir versuchen, eine Erzählung zu stricken. Die gut ausgeht, vielleicht aufregend ist oder einen Sinn ergibt. Indem wir uns so zu einem Teil von etwas Größeren machen, werden wir fähig unsere Kleinheit zu ertragen, Niederlagen zu überwinden.
Ernst Becker, Flieger, Maler und Fotograf schrieb:
Spürst Staubkorn du den Staub?
Zittert das Weltbild?
Sterne tanzen um ihre Sonnen.
Löst sich der eine Stein, der alles hält und alles stützt?
Die Spitze –wankt sie- unsere Welt?
Das gotische Gewölbe ist verhüllt von Dunkel,
doch von der Decke rieselt feiner Staub.
Und voller Gnade ist die Nacht. Ja – voller Gnade!
Du aber stehst und lauschst und willst das Beben hören über dir.
Bist Mittelpunkt im Mittelpunkte,
in Anmaßung nur in deiner Welt…..
Spürst Staubkorn du den Staub?