Ziel ganzheitlichen Denkens und Handelns muss sein, eine Wertschöpfungskette so zu gestalten, dass keine Werte vernichtet werden und es gelingt, in mehreren Dimensionen erfolgreich zu sein, Aktivitäten sich gegenseitig unterstützen, spezifische Wertpositionen auch langfristig gesichert werden können und alternative Wertpositionen anhand verschiedener Szenarien analysiert werden können. Für die Erarbeitung von Standortanalysen sind empirische Grundlagen erforderlich, d.h. man braucht (darf) sich auf dem Weg zu einer Erkenntnis nicht auf Messungen und quantitative Analysen beschränken. Negative Folgen können entstehen, wenn eine Vorstellung verfolgt wird, nach der auf Dauer aus kurz immer lang gemacht werden kann. Nach der: eine langfristige Strategie in einem kurzatmigen Umfeld, in dem nur von Tag zu Tag gedacht wird, erfolgreich gemacht werden könnte. Nach der: man darauf baut, das Gewesene aus der Vergangenheit in die Zukunft fortschreiben zu können. Nach der: langfristiges Denken laufend mit kurzfristig veränderten Annahmen überlagert wird. Nach der: ganzheitliches Denken von selektiven Wahrnehmungen verdrängt wird. Ein möglichst realitätsgetreues Bild des Standortes muss aus den oft sehr verschiedenen Blickrichtungen eines Betrachters (vor Ort ansässigen Unternehmen, kommunalen Verwaltungsstellen, ansiedlungs- und investitionsinteressierten Firmen, Personen und Existenzgründern) zusammengefügt werden.